Greenpeace Energy ist laut eigenen Angaben der einzige Ökostromanbieter, den es als Genossenschaft in Deutschland gibt. Er bietet zu großen Teilen umweltfreundlichen Strom aus regenerativen Energien. Der Energieversorger trägt zwar den bekannten Namen von Greenpeace, ist aber juristisch gesehen von Greenpeace unabhängig. Die Umweltschutzorganisation ist ein Gründungsmitglied der eG und stellt den Namen als Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zur Verfügung. Die Greenpeace Energy wurde ins Leben gerufen, weil nach eigenen Angaben kein passender Stromversorger für wechselbereite und umweltbewusste Kundinnen und Kunden verfügbar war.

Die Genossenschaft wurde im Oktober des Jahres 1999 gegründet und hat ihren Sitz in Hamburg. Derzeit wird sie von Steffen Welzmiller sowie Robert Werner geleitet. Mit der Planet Energy GmbH hat die Greenpeace Energy eG seit dem Jahr 2001 ein 100-prozentiges Tochter-Unternehmen, welches Bauvorhaben für ökologisch vertretbare Kraftwerke realisiert. In diesem Zusammenhang hat die GmbH laut eigenen Aussagen bereits 47 Mio. EUR in Kraftwerke investiert, die erneuerbare Energien erzeugen.
Greenpeace Energy hat im April 2012 mehr als 110.000 Kunden davon auch mehrere Tausend Kundinnen und Kunden aus Gewerbe und Industrie. 2009 beträgt der Stromabsatz 566 Millionen kWh (Kilowattstunden). Mit den Stadtwerken Schwäbisch-Hall hat die Genossenschaft einen starken Partner, der sich um die Abrechnungsarbeiten und das Netzmanagement kümmert. Die erneuerbaren Energien werden laut Genossenschaft von verschiedenen Wasserkraftwerken aus Österreich und auch von Windkraftwerken aus dem gleichen Land bezogen. Schon 2009 setzte sich der Ökostrom aus 78% Wasserkraft, 5 Prozent Windenergie sowie 17% EEG-Anteil zusammen.
Die Verträge über Energieversorgung haben bei Greenpeace Energy keine Mindest-Vertragslaufzeit und können mit einer Frist von sechs Wochen gekündigt werden. Ein Kundenwerbe-Programm ist auch vorhanden, über welches Prämien gesammelt werden können.
Die Greenpeace Energy engagiert sich auch mit anderen Projekten am Umweltschutz. Derzeit betreibt die Genossenschaft eine Solar-Anlage in Schwäbisch-Hall und Dasing, sowie einen Windpark im niedersächsische Soltau (Lüneburger Heide) sowie im österreichischen Ort Parndorf. Ein weiterer Windpark im brandenburgischen Ketzin, eine Solar-Anlage auf dem Dach der Stuttgarter Neuen Messe und ein Wasserkraftwerk in Bremen-Hemelingen sind derzeit in der Bauphase.
Der Ökostromanbieter wurde vom TÜV Nord zertifiziert und erhielt von Stiftung Warentest die Note "gut" in der Kategorie "Servicequalität des Stromanbieterwechsels."
Im Herbst 2009 testete die Stiftung Warentest 30 Stromtarife auf die einzelnen Tarifbedingungen sowie deren Verbraucherfreundlichkeit. Greenpeace Energy konnte dabei den Test bei den bundesweiten Ökostromangeboten gewinnen. Der Privatenkundentarif erhielt hier die Note „gut“ (1,8). Der Stiftung Warentest sind bei diesem Stromtarif besonders die Zahlungsmodalitäten und das Serviceangebot positiv aufgefallen. Ein weiteres Mal Testsieger konnte Greenpeace Energy zudem in einer nichtrepräsentativen Onlinebefragung zum dem Thema Kundenzufriedenheit werden. 98 Prozent der Kundschaft von Greenpeace gab dabei an mit dem Stromversorger „sehr zufrieden“ zufrieden zu sein. Darüber hinaus wertete die Stiftung die Information für Neukunden mit der Note „gut“ (2,1).